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Zäune
Jetzt weiss ich auch, warum ich als Zwingername Crossing
Borders gewählt habe. Meine Rasselbande versucht immer wieder "to cross the
borders", wenn es auch nur die Borders (Zäune) im eigenen Garten sind. Ein
Bauer in der Nachbarschaft hat mich eines morgens erwartet und meinte "attention
que vos chiens n'échapent pas" (Vorsicht, dass Ihre Hunde nicht ausreissen,
was das auch immer heisst).
Für den Border Terrier ist kein Zaun zu
hoch und keine Böschung zu tief.
Mit meinem Zaun in der Schweiz habe ich jeden Zaunbauer
zur Verzweiflung gebracht. Immer wieder aufs Neue habe ich den Menschen in
meinen Garten gerufen, weil Genie wieder einen Ausschlupf gefunden hatte,
was für die Zaunexperten ein Rätsel war. Nach dem dritten, kostspieligen
neuen Einzäunen ist es endlich geglückt, ich hatte Ruhe vor den
Ausreissmanövern von Genie. Wir sind mit dem Zaun ca. 30 cm in die Erde
gegangen und haben eine andere Maschung gewählt, so dass Genie nicht mehr
klimmen konnte und auch die Grabversuche erstickten. Also schien der Garten
sicher. Bis Sweety mich in der Schweiz eines Anderen belehrte. Dieser kleine
Teufel ist die über 1.50 m Zaun gesprungen und hat die Nachbarschaft
erkundet.
Hier in Frankreich habe ich mich vor dem Kauf nach der
Beschaffenheit des Zaunes erkundigt. Man bekundete mir, dass man mit dem
Zaun einige cm in die Erde gegangen ist, und ausserdem erschienen mir die
ca. 2 m in der Höhe ausreichend auch für meinen kleinen Springer, aber weit
gefehlt.
Ich freute mich, die Hunde endlich im grossen Garten
spielen lassen zu können. Aber bereits am ersten Tag zeigten mir Sweety und
Genie, dass der sicher geglaubte Garten überhaupt nicht sicher ist. Wie sie
es gemacht haben, ist mir zwar ein Rätsel, evtl. ist Sweety wieder einmal
gesprungen, aber Genie springt nicht so hoch, also vielleicht ein Loch, aber
dieses zu suchen bei über 8.000 qm Garten ist schier unmöglich? oder
vielleicht ist sie geklettert. Ich weiss es nicht, jedenfalls sind Genie und
Sweety zweimal ganz freudig etwas nachgejagt, man hörte sie in der Ferne
bellen. Alles wäre vielleicht nur ein Erlebnis, für die Hunde ein sehr
schönes, aber für mich ein "hoffentlich passiert nichts"-Erlebnis, denn vor
dem Haus ist auch eine Strasse, und was hier hätte passieren können, ist gar
nicht auszudenken. Auf der gegenüberliegenden Seite setzt sich der Wald
fort.
Jedenfalls nach diesem Erlebnis heisst es: "sicherer"
Garten ade, nur noch mit Leine vor die Tür.
So, seit April 2007 haben wir den Garten
neu eingezäunt. Jetzt kann sich die Rasselbande richtig austoben, aber wie
es meistens ist, jetzt ist es gar nicht mehr so interessant, dass sie immer
in den Garten wollen. Wie heisst es doch so schön, "Interessant ist nur, was
verboten ist !"
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